„Hassposting“ oder „GEWISSENSFRAGE“

Der Alterswohnsitz

Es ist doch interessant, dass sich Menschen mit schlechtem Gewissen sofort verteidigen und Erklärungsversuche abgeben, warum sie dieses oder jenes gemacht haben, obwohl es niemand von ihnen eingefordert hat.  Allerdings lässt dies Reste von Gewissen vermuten und bestätigt gleichzeitig, dass man mit seinen Vermutungen richtiggelegen ist.

Fakt ist, dass ein einheimischer Immobilienmakler, noch knapp vor dem Inkrafttreten einer – Grünland sichernden – Bausperre, drei Bauprojekte in Rekawinkel eingereicht hat.

Woher wusste man davon?  Vermutlich weil man halt so seine Freunde hat!

Bei seiner Gewissenserleichterung stellt sich die grundsätzliche Frage: Welchen/r  Pressbaumer*in interessiert die rührende und herzerweichende Geschichte vom Alterswohnsitz in Rekawinkel – vermutlich nur eine übersichtliche Menschenmenge…..

Als ich vor vielen Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde, legte ich einen Eid ab. Dieser Eid enthielt auch den Satz meine Aufgabe unparteiisch und uneigennützig zu erfüllen“. Dieser Satz trennt, mit großer Wahrscheinlichkeit, auch die Ansichten dieses Pressbaumer Unternehmers und mir. Er kann in Pressbaum noch so viele Vereine unterstützen und fördern, das funktioniert aber nur, wenn auch sein Profit stimmt. Ohne den könnte er nämlich niemanden unterstützen. Das ist die typische konservative Vorgangsweise, die sich „Christlich sozial“ nennt, allerdings vom berechtigten Anspruch des Profitdenken ausgeht.  Solche Menschen können sich gar nicht vorstellen, dass es Andere gibt, die sich schon ihr ganzes Leben ohne monetären Profit sozial engagiert haben.

Dass man mit mir keine Freude hatte, als ich den Bauausschuss leitete, das ist für mich mit meiner sozialen Einstellung natürlich verständlich. Schließlich gab und gibt es immer Wünsche und Begehrlichkeiten, die ich nicht erfüllt habe.

Manche brauchen nur daran zu denken, mit welchen Wünschen zur Veränderung des Bebauungsplanes sie an die Gemeinde herangetreten sind. Einmal war es die Bauhöhe für ihre Klienten, einmal die Baufluchtlinien etc. Was man sich halt so wünscht, damit man mehr Profit machen kann. Da ich mich aber an meinen Eid gehalten habe, sind diese Wünsche nicht in Erfüllung gegangen.

Auf einen „Alterswohnsitz“, den ich einer vermutlich indiskreten Information meines erlesenen Freundeskreises zu verdanken hätte, auf den muss ich dadurch leider verzichten.

RedFred

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